Beutel

Mein “Erstlingwerk”

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Hier also eine bebilderte Anleitung für meinen Beutel, abgeschaut an einem schon vorhandenen Beutel aus dem Cachet. Zuerst einmal habe ich aus Reststoffen einen Prototypen gemacht, um zu sehen, ob meine Idee auch funktioniert:

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Es schien zu funktionieren :)

Also bin ich über die Mittagspause in die Stadt gegangen und habe einen Meter weisse Seide und einen Meter schwarze Baumwolle gekauft. Zusammen hat das 26 Franken gekostet.

Am Wochenende habe ich angefangen mit dem Bügeln und Zuschneiden der Stoffe.

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Die Seide habe ich 30×30 cm zugeschnitten, aus dem einfachen Grund, dass meine Seidenmalrahmen, die ich habe auch ~30×30 cm messen ;)

Nach dem Ausschneiden habe ich die Seidentücher auf den Rahmen gesteckt. Ich habe 3 verschiedene Beutel gemacht, ein Seidentuch habe ich Rot-Orange-Gelb gemacht, ein anderes Grün-Blau und mit Goutta Abgrenzungen aufgemalt. Ein Seidentuch habe ich weiss belassen.

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Weil ich ja sowieso Warten musste, habe ich zuerst aus dünner Pappe die Boden für die Beutel zugeschnitten. Ich habe ihn zweimal zugeschnitten, das heisst, für 3 Beutel 6 Kreise mit einem Durchmesser von ~ 7 cm Durchmesser, und habe je 2 Kreise zusammengeklebt, mit Holzleim ;) Weil gerade kein Weissleim zu finden war.

Ich habe aus der schwarzen Baumwolle, nachdem ich sie gebügelt habe ;) 6 Quadrate von ca. 10×10 cm ausgeschnitten, die Pappekreise dazwischen gelegt, mit gelbem Farbstift angezeichnet wo sie sind. Der gelben Markierung entlang habe ich sie mit Fadenschlag zusammengeheftet, schliesslich habe ich rund abgeschnittet und den Rand verzick-zackt.

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Nachdem ich diese Pappkreise eingefasst habe, habe ich angefangen die schwarzen Futterteile zuzuschneiden. In der Grösse 30×18 cm.

Ausgeschnitten wurden sie verzick-zackt, rundherum und dann umgelegt, auf 15 cm, sodass also 3 cm umgelegt wurden, festgesteckt mir Nadeln und gleich drüber genäht. Je nach Nadelstellung kann eine kleinere oder grössere Borde eingestellt werden.

Leider gibts hierzu kein Foto, weils zu unscharf ist, sodass man eigentlich nichts erkennen kann ;)

Danach waren die Seidenstücke an der Reihe.

2 cm wurden umgelegt und gebügelt, sodass es eine Falte hat. Die obere Kante des umgelegten kommt genau auf die Naht des Umggeklappten Schwarzen Teils. Anheften und zwei Nähte machen, oben und unten, sodass ein Tunnel entsteht.

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Der obere Teil war jetzt also fertig :D

Unten wird die zu lange Seide auf Höhe des schwarzen Futters abgeschnitten.

Nun wurde es etwas kompliziert, eine “Grübli-Arbeit”, wie man so schön auf Berndeutsch sagt ;)

Der untere Teil, die Seide nach innen wird mit der Kante nach oben an die Kante des Pappkreises, respektive an den überlappenden Teil geheftet, zuerst mit Nadeln, dann mit Fadenschlag. Darauf Achtgeben, dass genug angezogen wird, sonst reicht der Stoff nicht für rundherum. Auch darauf Achten, dass oben die Nähte einigermassen aufeinander treffen:

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Aussehen tut das ganze dann so:

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Das ganze wird dann auf der Nähmaschine zusammengenäht & verzickzackt, viel Spass danach beim Fadenschlag rausklauben :P ;)

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Der Beutel ist nun fast fertig, aber irgendwo muss man ja auch noch Kordeln einziehen können, also müssen nachträglich Löcher rein, um deren Rand dann mit Garn mittels Lochstich zu “säubern”. Ist etwas mühsam, aber sieht dann gar nicht mal so schlecht aus. Eine Anleitung zu diesem Stich findet man auf der Natron und Soda – Seite:

http://natronundsoda.net/klamotten/other/kurs.html

unter “Knopflöcher”.

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Voilà, nun von beiden Seiten eine Kordel einziehen und fertig ist das gute Stück.

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